{"id":4205,"date":"2012-07-19T23:04:14","date_gmt":"2012-07-19T23:04:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.nasaacin.org\/index.php\/2012\/07\/19\/timoleon-jimenez-kommandant-der-farc\/"},"modified":"2012-07-19T23:04:14","modified_gmt":"2012-07-19T23:04:14","slug":"timoleon-jimenez-kommandant-der-farc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tejidohistorico.afrodescendientes.com\/index.php\/2012\/07\/19\/timoleon-jimenez-kommandant-der-farc\/","title":{"rendered":"Timole\u00f3n Jim\u00e9nez Kommandant der FARC"},"content":{"rendered":"<p> \tWir indigenen V&ouml;lker haben weder der Guerilla noch dem Staat den Krieg erkl&auml;rt. Daher geht es bei unserer Minga immer um den Schutz der Gemeinde und wir achten gem&auml;&szlig; dem Humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht stets darauf, keinem der bewaffneten Akteure einen milit&auml;rischen Vorteil zu verschaffen. Wir werden niemanden angreifen, doch wir nutzen die Kraft unserer versammelten Gemeinschaft, unserer Worte und unserer Rechte, um unsere Territorien zur&uuml;ck zu gewinnen.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tMiranda, 15. Juli 2012<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tHerr<\/div>\n<div> \tTimole&oacute;n Jim&eacute;nez<\/div>\n<div> \tKommandant der FARC<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tEs gr&uuml;&szlig;t Sie die Vereinigung der Indigenen R&auml;te des Cxhab Wala Kiwe (Nord-Cauca) ACIN. Wir schreiben Ihnen aus unserem Widerstand gegen Krieg heraus und aus unserem unbeugsamen Wunsch nach Frieden.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tVor zwei Wochen haben wir Indigenen des Cauca die Aktionen zur Befreiung und Harmonisierung unserer Territorien wieder aufgenommen und damit das Mandat des Leitungsgremiums des Regionalen Rates der Indigenen des Cauca CRIC (Consejo Regional Indigena del Cauca) vom 20. Juli 2011 erf&uuml;llt, wo wir uns eine &bdquo;Minga des Widerstands f&uuml;r Autonomie und territoriale Harmonie sowie f&uuml;r das Ende des Krieges&ldquo; beschlossen hatten. Die ersten Ma&szlig;nahmen zur Befreiung und Harmonisierung bestehen aus dem Abbau der st&auml;ndigen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte aller bewaffneten Akteure, der Zerst&ouml;rung von Sch&uuml;tzengr&auml;ben und dem Abbau von mobilen Wehranlagen der Armee und der Aufst&auml;ndischen sowie der massiven Mobilisierung der Frauen und M&auml;nner aus den Gemeinden in jene Orte, wo die Guerilla versammelt ist, um zu verhindern, dass die Bev&ouml;lkerung von ihnen drangsaliert wird (sei es durch Angriffe, Stra&szlig;enblockaden oder Drohgeb&auml;rden).<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tWir indigenen V&ouml;lker haben weder der Guerilla noch dem Staat den Krieg erkl&auml;rt. Daher geht es bei unserer Minga immer um den Schutz der Gemeinde und wir achten gem&auml;&szlig; dem Humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht stets darauf, keinem der bewaffneten Akteure einen milit&auml;rischen Vorteil zu verschaffen. Wir werden niemanden angreifen, doch wir nutzen die Kraft unserer versammelten Gemeinschaft, unserer Worte und unserer Rechte, um unsere Territorien zur&uuml;ck zu gewinnen.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tWie wir es immer schon sagten, und Ihnen formell seit der Deklaration von Vitonc&oacute; &uuml;bermittelten: Wir akzeptieren ihre Guerilla nicht in unseren Territorien. Wir wollen sie nicht und wir brauchen sie nicht.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tWir wollen keine Pr&auml;senz der Guerilla &ndash; und auch nicht die irgendeiner Armee &ndash; denn diese Territorien geh&ouml;ren uns, seit undenklicher Zeit. Wenn die Gebiete sich heutzutage in Kolumbien befinden, dann deshalb, weil man seit der spanischen Eroberung versucht, sie uns zu stehlen.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tWir brauchen Ihre Anwesenheit nicht, den die Guerilla bringt uns keine Ruhe; Sie greifen die Zivilbev&ouml;lkerung an; Sie missachten unsere W&uuml;rdentr&auml;ger und unsere Rechtsprechung. Sie sind keine Hilfe f&uuml;r die Autonomie: All das, was an eigener Regierung aufgebaut wurde, haben wir selbst geschaffen. Wir indigenen V&ouml;lker haben damit bewiesen, dass wir in der Lage sind, unsere eigenen Systeme f&uuml;r Wirtschaft, Bildung, Justiz und Gesundheit aufzubauen. Die Guerilla sch&uuml;tzt uns nicht vor den &Uuml;bergriffen der Armee; wenn das Milit&auml;r kommt, verschwinden die Guerilleros und sch&uuml;tzen sich gegenseitig. Sie verhindern auch nicht, dass transnationale Konzerne hierher kommen; um Ressourcen zu erhalten, die Ihre Armee ben&ouml;tigt, treffen Sie Absprachen mit ihnen.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tVerlassen Sie die indigenen Territorien des Cauca. Entfernen Sie sich von bewohnten Orten und H&auml;usern. H&ouml;ren Sie auf, die Zivilbev&ouml;lkerung anzugreifen. F&uuml;hren Sie keine Attacken mehr durch, mit hundertprozentiger Sicherheit die Zivilbev&ouml;lkerung in Mitleidenschaft ziehen, auch wenn Sie vorgeben, lediglich die Armee anzugreifen. Verwenden Sie keine Waffen mit undifferenzierter Wirkung, wie die so genannten Splitterbomben und Antipersonenminen. Verwenden Sie keine H&auml;user als Schutzschilde. Sagen Sie den Milizion&auml;ren, dass sie weder Waffen noch Bomben in den H&auml;usern von Familien deponieren sollen.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tWir hoffen, dass die FARC freiwillig den Forderungen der Gemeinden nachkommt. In jedem Falle werden die indigenen Anf&uuml;hrer und Institutionen, die Indigene Wache und die Gemeinden fortfahren, unsere Territorien von bewaffneten Akteuren zu befreien, die Mutter Erde und unser Leben in Disharmonie bringen.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tVor vier Monaten haben wir Ihnen geschrieben, damit Sie uns Auskunft &uuml;ber die Milit&auml;rpolitik der FARC gegen der CRIC, ACIN und den R&auml;ten geben. Wir warten noch immer auf Ihre Antwort. Zudem hatten wir Ihnen in diesem Brief einen humanit&auml;ren Dialog vorgeschlagen, der vier Punkte betrifft: Keine Rekrutierung von Minderj&auml;hrigen; keine sexuelle Gewalt gegen Frauen als politische Waffe; keine Verwendung von Waffen mit undifferenzierter Wirkung (etwa Splitterbomben und Landminen); sowie das Respektieren der v&ouml;lligen Autonomie der indigenen Regierungen und Organisationen. Wir hoffen, dass wir diese Debatte f&uuml;hren k&ouml;nnen, die f&uuml;r uns Indigene des Cauca notwendig ist, ebenso wie f&uuml;r das ganze Land.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tKommandant Jim&eacute;nez:<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tDer Krieg muss beendet werden. Wir alle verlieren ihn. Es war gut, dass Sie die Soldaten und Polizisten freigelassen haben, die sich in Ihrer Gefangenschaft befanden und, dass Sie das Ende von Geiselnahmen zu wirtschaftlichen Zwecken bekanntgaben, denn das waren Schritte des Friedens. Doch muss man und entschiedener sein. Erf&uuml;llen Sie die humanit&auml;ren Forderungen, die wir Ihnen stellen; das ist ein Grundstein auf dem Weg zum Frieden. Entscheiden Sie sich f&uuml;r ein Ende des Krieges und f&uuml;r die Aufnahme politischer Verhandlungen, um diesen Konflikt zu beenden. Das ist unabdingbar, um Frieden zu schaffen. Sie sollten verstehen, dass Kolumbien mehr, viel mehr ist, als Guerilla und Armee und, dass der Frieden von allen Kolumbianern und Kolumbianerinnen geschaffen werden muss.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tZ&auml;hlen Sie auf uns, f&uuml;r den Frieden. Nie f&uuml;r den Krieg.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n<div> \tCXHAB WALA KIWE &#8211; TERRITOIRE DEU GRAND PEUPLE<\/div>\n<div> \tASOCIACION DE CABILDOS DEL NORTE DEL CAUCA, ACIN-CXHAB WALA KIWE.<\/div>\n<div> \t&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir indigenen V&ouml;lker haben weder der Guerilla noch dem Staat den Krieg erkl&auml;rt. 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